W/RS/SG: Polizeibeamte besuchen Ausstellungen zur NS-Geschichte in Remscheid
Uhlandstr. - 18.10.2019
Einladung an Medienvertreterinnen und Medienvertreter
Junge Polizeibeamte aus dem Bergischen Städtedreieck besuchen die
aktuellen Ausstellungen zur NS-Geschichte im ehemaligen Pferdestall
der Polizei Remscheid am Quimperplatz 1: Der erste Termin mit etwa 29
Polizeibeamten findet am 21.10.2019 um 13:00 Uhr statt. Hierzu sind
Medienvertreter herzlich eingeladen. Weitere Besuche sind fest
eingeplant.
Zum Hintergrund:
Im ehemaligen Pferdestall der Polizei präsentiert der Verein
"Gedenk-und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid" in Kooperation mit
dem Polizeipräsidium Wuppertal seit 2017 Ausstellungen zur
NS-Geschichte zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Der
Pferdestall ist Teil der Polizeiliegenschaft am Quimperplatz (früher
Polizeikaserne
Uhlandstraße). Der Gebäudekomplex entstand 1928 und
war nahezu durchgängig Sitz der Polizei in Remscheid und während der
NS-Zeit Tatort schwerwiegender NS-Verbrechen.
- Ausstellung Polenaktion 1938
Die Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA)
beschäftigt sich in ihrer Ausstellung mit der Verfolgung und
Vernichtung der Remscheider Juden durch die Nationalsozialisten. Ein
Schwerpunkt ist die sogenannte "Polenaktion". Inhaltlich geht es um
die damals in Deutschland lebenden Juden mit polnischer
Staatsangehörigkeit, die unter Beihilfe der Polizei in Remscheid
vertrieben wurden.
- Ausstellung "Was damals Recht war ..."
Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht: Die
Ausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz,
die über 22.000 Menschen ermordet hat.
Polizeipräsident Markus Röhrl hat bereits im September alle
Neuzugänge des Polizeipräsidiums Wuppertal eingeladen, die aktuellen
Ausstellungen zu besuchen. Diesem dunkelsten Kapitel der deutschen
Geschichte sollen sich unsere jungen Polizistinnen und Polizisten
stellen. Der Schlüssel für ein besseres Verständnis unserer Rolle in
der Gegenwart ist Information und Aufklärung. Das Besuchsprogramm
selbst ist inhaltlich Teil des Projektes zum Aufbau eines
Rheinisch-Bergischen Zentrums für Polizeigeschichte beim PP Wuppertal
(kth).
Rückfragen bitte an:
Polizei Wuppertal
Pressestelle / Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0202 / 284 - 2020
E-Mail: pressestelle.wuppertal@polizei.nrw.de
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