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Immobilien in Wuppertal, 2590 Ergebnisse

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Industriestandort am Fluss Wupper
Schon Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, während des Deutschen Reichs (1871-1945), war Region Wuppertal eines der größten Industriezentren Deutschlands. Besonders die Textilindustrie blühte schon vor dieser Zeit, Spitzen, Schnürriemen und Lingetten (Reinigungstücher) kam Anfang des 18. Jahrhunderts, Flechterei um 1750 hinzu. Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) traf das neu entstandene Wuppertal schwer, viele der historischen Bauten wurden zerstört oder beschädigt, leider auch besonders schöne Objekte aus der Gründerzeit (je nach Definition zwischen 1850 bis 1914). Barmens und Elberfelds Bebauung entspricht zum Großteil dem Zeitgedanken der fünfziger Jahre: Autogerechte, breite Straßen und schnell baubare Gebäudeklötze ohne Verzierung, dennoch besitzt die Stadt durchaus noch viele interessante Stadtteile. Aus der ersten Stadterweiterung stammen Gebäude des Klassizismus (1770-1840, Nachfolger des Barock), im Historismus (Nachahmung und Rückgriff auf ältere Stilrichtungen, überwiegend im 19. Jahrhundert) entstanden einige geschlossenen Villenviertel, wie das Briller Viertel.

Das Stadtquartier Brill liegt am östlichen Hang am Unterlauf des Briller Bachs, zum Bezirk gehören neben Brillerhöhe Am Schaffstal, Buschhäuschen, Ottenbruch, Hackland sowie Schörren. Gebaut zwischen Ende des Neunzehnten und Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts, in der zu dieser Zeit noch selbstständigen Stadt Elberfeld, ist das Viertel eines der größten zusammenhängenden Villengebiete aus der Gründerzeit, die es in Deutschland gibt. Die mehr als zweihundertfünfundvierzig denkmalgeschützten Gebäude sollen unter Ensembleschutz gestellt werden. Da das Tal der Wupper in diesem Gebiet sehr schmal ist, kam es zu einer Besiedlung in Stufen. In der Talsohle standen die Gewerbebetriebe der Textilindustrie und chemischen Fabriken sowie die Arbeiterviertel, also müssten die Fabrikanten aufgrund der Enge ausweichen, was aber auch die Industriegase und gestiegenen Komfortansprüche notwendig machte. Der Platz für die Villen war bewusst gewählt, durch den Windschatten kamen keine Abgase an den Wohnort, die Nähe zum Nützenbergpark hatte hohen Freizeitwert. Neben den frei stehenden Villen in großen, teilweise parkähnlichen Gärten entstanden auch Zeilenwohnhäuser, die alte Form der Reihenhäuser. In der Nachkriegszeit begann der Trend, die Grundstücke zu parzellieren und mit qualitativ hochwertigen Gebäuden zu belegen sowie die Wohnbereiche der großen Villen zu teilen, was zu einer Verdichtung des Wohnraums führte. Das Briller Viertel ist auch heute noch ein beliebter Wohnort der oberen Mittel- und der Oberschicht, die Preisklasse gehoben.

Rauental stellt den krassen Gegensatz zum Biller Viertel dar. Überwiegend bebaut mit Mehrfamilienhäusern im Norden, im Tal bis zur Autobahn mit Einfamilienhäusern ist Rauental im Grunde eine Durchschnittssiedlung auf mittlerem Niveau. Die Ausnahme stellt dabei die Hochhaussiedlung Schmitteborn dar, ein Gebiet mit großer sozialer Problematik und als Wohngegend nicht besonders beliebt. Multikulturell hingegen präsentiert sich Oberbarmen-Scharzbach mit einem Ausländeranteil von mehr als neununddreißig Prozent, was dem Viertel einen schlechten Ruf einbrachte. Die Mischbebauung aus Wohnhäusern sowie Geschäfts- und Fabrikgebäuden stammt überwiegend vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts, was dem Viertel einen besonderen Charme verleiht. Die großen Freiflächen rund um den Bahnhof allerdings sind ein sozialer Brennpunkt, die Nachkriegsbebauung um die Berliner Straße gehört nicht zu den schönsten Ecken von Wuppertal.

Sedansberg im Bezirk Barmer ist ein sehr hübscher Stadtteil, in dessen Kolonie Wichelhausberg I und II zwischen 1872 und 1903 insgesamt fünfzig Doppel- sowie zwei Mehrfamilienhäuser entstanden. 1917 kam die Siedlung Nordpark mit Ein- und Mehrfamilienhäusern hinzu, weitere Gebäude nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918). Lediglich am Ostrand stehen einige Wohnanlagen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden, sodass Sedansberg ein ziemlich einheitliches Bild bietet und in großen Teilen unter Denkmalschutz steht.
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